Ostern - Fest des Lebens
Osterwasser, Ostereier, Osterhase, Osterfeuer - Und das geheime Wissen um die 4 Elemente - Teil 1
Dem Volksglauben nach macht die Sonne am Ostermorgen drei Freudensprünge.
Denn Ostern kommt wieder, das große Fest der Wiedergeburt und der Erneuerung, das frohe Fest des Lebens.
Einstmals stand die junge frische Frühlingsgöttin in hohem Ansehen. Sie stand für die Wiedergeburt und Erneuerung allen Lebens und galt als Göttin des Lichts und der Morgenröte. Der Osterhase half ihr als fleißiger Diener, legte die Ostereier, rot in der Farbe des Donners. Einer kraftvollen Energie. Die Osterfeuer beendeten den Winter und brachten die große Umwandlung, die Erneuerung. Das Osterwasser war geweihtes Wasser, es hatte besondere Heil-Kraft, war Medizin. Geholt wurde es von den Mädchen am Ostermorgen vor Sonnenaufgang, oft gleich nach Mitternacht, auch am Freitag oder am Donnerstag vor Ostern und auch noch am zweiten Ostertag. Osterreiten und Ostereiersuchen, sind eng mit dem Flurumritt verbunden und sollten dadurch Kraft und Schutz spenden.
Der Name des Festes „Ostern“ soll selbst eng mit der jungen Frühlingsgöttin verbunden sein. Aus alten Sprachen ist sie in Abwandlungen bekannt, als Tara, Ostara, Oestras oder Eostreus (germ., angelsächsisch).
Die Forschung verbindet ihren Namen u.a. mit dem Begriff „Altar“.
Im Lateinischen hieß der Altar „ara“. Auch die früher im Haus ummauerte Feuerstelle galt als „aare“, über ihnen sollen z.B. auch neugeborene Kinder gesegnet worden sein. Die Herdstelle war ein heiliger Ort, ein „Altar“, ein geweihter Platz der Großen Göttin Tara oder Ostara, in jedem Haus.
Sicher ist, dass im althochdeutschen der Monat April „Ostarmanoth“ hieß.
Sicher ist auch, dass ein altes Frühlingsfest, wie sie überall auf der Welt gefeiert wurden, zur Zeit der Frühjahrstagundnachtgleiche auf das christliche Fest der Auferstehung übertagen wurde. Deshalb blieben uns viele alte vorchristliche Bräuche als Traditionen zu Ostern erhalten und erhielten so die Möglichkeit ihrer Spur zu folgen.
Lange Zeit soll nicht sicher gewesen sein, wie der Name für das nun christliche Fest lauten sollte, Ostern oder Passah? Aber schließlich setzte sich in Deutschland und auch England der alte Namen Ostern, Easter durch, gegenüber Pasca im übrigen Europa.
Die vergleichende Sprachwissenschaft stellte fest, dass das altindische usra, das litauische auzra, das griechische eos und das lateinische aurora (Morgenröte) urverwandt sind mit dem germanischen austra (Osten), dem althochdeutschen ostar(ostwärts) und dem angelsächsischen eastro (Ostern).
Auch dienen der Wissenschaft viele von Ostar abgeleitete Orts- und Personennamen als Beweis, als Herleitung für unser Fest. Alle beziehen sich auf die Lage im Osten und auf eine Herkunft von dort.
Ostern ist ein Fest, das eindeutig heidnischen Ursprunges ist und der Verehrung der Göttin zur Frühlingstagundnachtgleiche galt. Die Kirche wandelte es lediglich in erwünschtem Sinne um. Aber Bräuche wie Ostereiersuchen, Osterfeuer, Osterbrot, Osterkerzen, Osterkohle, Osterwasser, Osterhase, zeigen der Wissenschaft deren vorchristliche Herkunft. Brauchtumsforscher weisen daraufhin, das besonders die Osterfeuer und die Regeln für die Handhabung des geheimnisvollen Osterwassers auf einen uralten Quell-/Kult zeigen, bei dem möglicherweise geweihtes Wasser, Opfergaben (wie Eier, Getreide, Jungtiere) und das Entzünden eines heiligen Feuers von Bedeutung waren.
Lange galt als Sitte und Brauch:
Das Osterwasser hat besondere Kraft - Wer sich am Ostersonntag im fließenden Bache wäscht, bleibt immer jung und schön -Osterwasser in Krügen geschöpft kann in heiliger Andacht nach Hause mitgenommen werden und ist Medizin - Wer zuerst kommt, bekommt das Beste – Das Schöpfen des Osterwassers geschehe stillschweigend, auch auf dem Hin- und Rückweg soll nicht gesprochen werden - Plapperwasser verliert jede Kraft - Stilles Wasser bringt die Kraft und Glück nach Haus –
Siehe Fortsetzung - Teil 2
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Ostern - Fest des Lebens
Fortsetzung:
Osterwasser, Ostereier, Osterhase, Osterfeuer - Und das geheime Wissen um die 4 Elemente - Teil 2
Osterwasser ist das Wasser des Lebens und verbindet sich eng mit den Mythen um den heiligen Gral.
Und, zu Ostern spielen alle vier Elemente im magischen Ritual eine wichtige Rolle:
Wasser:
verwandelt sich unter dem Einfluss der aufgehenden Sonne zu „Weih-Wasser“
Feuer:
nimmt das Opfer auf und wandelt es um
Luft:
durch verbrannte Kräuter wird es zu „Weih-Rauch“
Erde:
der einst graue Lehmestrich verwandelt sich durch den Brand zur heiligen Farbe Rot, zur Farbe des Lebens
Gefeiert wird das Fest der Verwandlung, das Ende des kalten, entbehrungsreichen Winters und der Beginn der hellen, warmen Jahreszeit, die Wiedergeburt des Lebens.
Die Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin kommt mit dem im Osten aufsteigenden Sonnenlicht und bringt die weibliche, schöpferische Kraft zurück, weckt unsere Lebensgeister und lässt das Leben wieder grünen und sprießen und springen.
Vielleicht sah es einmal so aus:
Am Festtag der Großen Göttin schritten Priesterinnen andächtig schweigend hinunter zum Fluss, holten mit ihren irdenen Gefäßen das Wasser, stiegen wieder hinauf zum heiligen Ort, stellten die mit Osterwasser gefüllten Gefäße auf ihren Platz und warteten still in anmutiger Weise bis das erste Licht der aufgehenden Sonne das Wasser heiligte… das Osterfeuer wurde entzündet und Getreidekörner als Opfergaben ins Feuer geworfen…
Natürlich gibt es keine schriftlichen Zeugnisse aus uralter Zeit.
Kult und Brauchtum wurden stets mündlich weitergegeben.
Heute stehen viele Bräuche seltsam sinnentleert da, da isoliert und aus dem Zusammenhang gerissen. Aber dennoch sind sie verwurzelt, tief in unserer Erde, verborgen aber nicht verloren.
Auch der Name ist gar nicht sicher und wahrscheinlich eher ein Hinweis auf Ort und Zeit.
Sie kann unter anderen Namen verehrt worden sein (Nertus, Hulda/Holle, Freya, Siwa, Vesna...).
Sicher ist, dass die Göttin immer mit dem Ort eng verbunden war, aus ihm und in ihm ist und deshalb viele Namen möglich sind. Der eigentliche Kult wurde europaweit zelebriert und hoch geschätzt. Es ist immer die Große Erdmutter und Fruchtbarkeitsgöttin, oft namens Tara.
Eine heiße Spur also und umso schöner, denn damit können wir ihr an vielen Orten wiederbegegnen.
Ein frohes kommendes Osterfest,
Anike
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