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Göttinnenrituale

Was es so schwierig macht, etwas Vernünftiges über Göttinnenrituale zu schreiben, ist die Tatsache, dass diese schon im Ansatz so unglaublich unterschiedlich sind - eben passend zu der Person, die sie durchführt bzw ihrer Weltanschauung und Schwerpunkten. Aus diesem Grund ein paar sehr unterschiedliche Vorschläge.

Was ich eigentlich für jede Art von Ritual empfehlen kann, ist Räuchern. Fertige Räucherstäbchen, oder, was ich bevorzuge, mit Räucherkohle.(Wenn dir das nichts sagt, guck mal hier: http://www.spiritvoices.de/hexennetz/rauch1.html) Die Räucherung hilft, aus dem Alltag herauszutreten, ist Kommunikation, Dank und Unterstützung.

Vorschlag:

Zünde die Kerzen an und lege eine Räucherung auf, wenn du möchtest, Musik.

  • Tanze wild nur für dich und die Göttin. Lass bei dem Tanzen alles Belastende und Eingrenzende hinter dir, tanze dich frei.
  • Trommle und finde deinen eigenen Rhythmus, lass dich einfach treiben
  • Singe ohne Sprache, Töne wie sie dir in den Sinn kommen

Fühle die pulsierende Energie des Lebens und das wunderschöne Gefühl von Dankbarkeit in dir.

Wenn du möchtest kannst du dein Dank und deine Gedanken in Worte fassen für die Göttin und / oder das Ritual meditativ ausklingen lassen. Lausche in dich hinein, ob da etwas ist, was die Göttin dir mitteilen möchte. Oder erfreue dich an dem Gefühl, der Göttin nahe zu sein oder die Energien fließen zu spüren... Wenn du ein Anliegen hast, dann besprich es jetzt doch einfach mit der Göttin.

Beende dann wenn du es für angemessen hälst dein Ritual.

Die meisten magischen Traditionen empfehlen, beim Beenden eines Rituals sehr sorgfältig vorzugehen und sicher zu stellen, wieder bei sich zu sein. Dies kann mensch z.B. durch Abklopfen des Körpers, durch eine kleine Übung, in der du dich in der Erde verwurzelst, wie ein Baum oder durch Essen erreichen (oder allem zusammen).

Vorschlag:

Suche oder schreibe einen Text, der die Göttin beschreibt oder Dein Verhältnis zu ihr (Anregung und Texte findest du in der Rubrik "Ihr zu Ehren"). Setze dich vor deinen Altar mit Kerzen und Räucherungen, stimme dich ein, öffne dich und trage der Göttin deinen Text laut vor. Ihr zu Ehren und uns zu erinnern und lehren. Sei die Priesterin der Göttin mit jeder Faser deines Seins. Spüre die Energie durch dich fließen, die dich mit der Göttin verbindet und erfreue dich an der Schönheit der Welt, des Seins, der Göttin und dem Gefühl der Dankbarkeit.

Vorschlag:

Oftmals beschäftigt uns ein bestimmtest Thema - merken wir, wie uns etwas fehlt oder wir eine bestimmte Eigenschaft stärker in unser Leben integrieren könnten, um heiler zu werden, um glücklicher zu werden. Du kannst dir eine Göttin aus einer Kultur suchen, der diese Eigenschaft, die du suchst, zugesprochen wird und dieser ein Ritual widmen. Verwende dann Symbole, die diese Göttin zugeordnet sind und versuche, einen Kontakt zu dieser Göttin herzustellen. Hierfür ist es oft (nicht immer) hilfreich, vorher ein wenig über die Göttin zu lesen und vielleicht ein Text, der für diese spezielle Göttin geschrieben wurde, rituell zu rezitieren.

Möchtest du keine bestimmte Göttin aus einer fremden Kultur verwenden, kannst du folgendes tun:

Erschaffe deine dir angenehme Ritualumgebung (Altar, Kerzen, Feuer, Räuchern, Musik, etc). Versuche, das was du suchst, was du gerne hättest, zu erfühlen. Z.b. Stärke. Wie fühlt sich Stärke an? Wie fühlt sich die Göttin an, wenn sie Stärke repräsentiert, wie sieht sie aus? Du kannst das erfühlen, oder auch ausdenken - aber das Bild, dass du siehst, sollte ein Gefühl erzeugen bei dir. Denn dieses Gefühl wirkt auf dich und du kannst es dir merken, um es wieder zu rufen, wenn es fehlt. Versuche das Gefühl auszudrücken: In Worten, Tönen, Tanz oder Bildern, je nachdem was dir entspricht. Versuche der Göttin, die so ist, ganz nah zu spüren, sie ranzulassen, zu ihr zu werden. Dieses Vorgehen kannst du auch ausprobieren, wenn du dich entschieden hast, eine spezielle kulturelle Göttin zu rufen und kennenzulernen. Denke daran: du musst dich nur öffnen - eigentlich nicht hilflos rufen, bitten, jammern: nur schauen, öffnen und spüren, denn die Göttin ist alles und auch du bist ein Teil von ihr und das, was du suchst, ist bereits (auch in dir) vorhanden. *

  • Ich weiß natürlich, dass das einfacher gesagt als getan ist und manchmal kann es auch sehr befreiend sein, zu jammern und zetern, zu weinen, schreien und schimpfen. Wenn dir danach ist, tue es einfach und wenn du es in ritueller Umgebung tust - also während du dich bewusst der Göttin öffnest, ist es auch sehr heilsam.